Arbeitsrecht & Compliance

Arbeitszeiterfassung / Aufzeichnungspflicht – Definition & Bedeutung für die Gastronomie

Was ist Arbeitszeiterfassung / Aufzeichnungspflicht?

Die Arbeitszeiterfassung bezeichnet die systematische Dokumentation von Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aller Arbeitnehmer. Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom September 2022 sind Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, ein System zur Arbeitszeiterfassung einzuführen, das die vollständige Aufzeichnung aller Arbeitszeiten ermöglicht.

Zuletzt aktualisiert: März 2026

Ausführliche Erklärung

Die Aufzeichnungspflicht geht auf ein BAG-Urteil von 2022 zurück, das die EuGH-Entscheidung von 2019 in deutsches Recht umsetzt. In der Gastronomie galt bereits vorher eine Aufzeichnungspflicht für Minijobber und bestimmte Branchen nach dem Mindestlohngesetz. Heute müssen alle Arbeitgeber ein verlässliches System nutzen, um Arbeitszeiten zu dokumentieren. Papierbasierte Systeme sind zwar noch erlaubt, aber fehleranfällig und schwer nachzuhalten. Digitale Systeme bieten den Vorteil automatischer Dokumentation, einfacher Archivierung und sofortiger Auswertbarkeit. Die erfassten Zeiten müssen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.

Praxisbeispiel

Ein Café-Besitzer nutzt mise als digitale Stempeluhr. Seine Baristas stempeln sich per Smartphone beim Betreten des Cafés ein und beim Verlassen aus. Die Pausenzeiten werden automatisch erfasst. Am Monatsende kann der Chef die Stunden aller Mitarbeiter einsehen, exportieren und für die Lohnabrechnung nutzen – alles gesetzeskonform dokumentiert.

Relevanz für die Schichtplanung

mise verbindet Schichtplanung und Zeiterfassung in einem Tool: Geplante Schichten werden automatisch mit den tatsächlich gearbeiteten Stunden abgeglichen. Abweichungen werden sofort sichtbar, und die Dokumentationspflicht ist automatisch erfüllt.

Häufige Fragen zu Arbeitszeiterfassung / Aufzeichnungspflicht

Ist eine digitale Arbeitszeiterfassung Pflicht?

Das Gesetz schreibt kein bestimmtes System vor, aber die Erfassung muss systematisch und verlässlich sein. Digitale Lösungen wie mise erfüllen diese Anforderungen am einfachsten.

Wie lange müssen Arbeitszeitaufzeichnungen aufbewahrt werden?

Mindestens zwei Jahre. Digitale Systeme archivieren die Daten automatisch und machen sie bei einer Prüfung sofort verfügbar.

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