Betriebswirtschaft

Deckungsbeitrag Gastronomie – Definition & Bedeutung für die Gastronomie

Was ist Deckungsbeitrag Gastronomie?

Der Deckungsbeitrag in der Gastronomie ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis eines Gerichts oder Getränks und seinen variablen Kosten (Wareneinsatz). Er zeigt, wie viel jedes verkaufte Produkt zur Deckung der Fixkosten (Miete, Personal, Energie) und zum Gewinn beiträgt.

Zuletzt aktualisiert: März 2026

Ausführliche Erklärung

Der Deckungsbeitrag ist aussagekräftiger als der reine Aufschlag, weil er zeigt, welche Gerichte wirklich profitabel sind. Ein teures Gericht mit niedrigem Deckungsbeitrag ist weniger wertvoll als ein günstiges Gericht mit hohem Deckungsbeitrag. Die Deckungsbeitragsrechnung hilft bei der Speisekarten-Optimierung (Menu Engineering): Gerichte mit hohem Deckungsbeitrag und hoher Beliebtheit sind Stars, die prominent platziert werden sollten.

Praxisbeispiel

Ein Pasta-Gericht kostet den Gast 16 Euro, der Wareneinsatz liegt bei 3,50 Euro. Der Deckungsbeitrag beträgt 12,50 Euro. Ein Steak kostet 32 Euro bei 14 Euro Wareneinsatz – Deckungsbeitrag nur 18 Euro. Pro Portion bringt das Steak zwar mehr, aber bei begrenzter Küchenkapazität sind 3 Pasta-Portionen (37,50 Euro DB) rentabler als 2 Steaks (36 Euro DB).

Relevanz für die Schichtplanung

Der Deckungsbeitrag beeinflusst indirekt die Personalplanung: An Tagen mit hohem Gastaufkommen für margenstarke Gerichte lohnt sich mehr Personal. mise hilft, die Personalkosten pro Schicht mit dem erwarteten Umsatz abzugleichen.

Häufige Fragen zu Deckungsbeitrag Gastronomie

Wie berechne ich den Deckungsbeitrag in der Gastronomie?

Deckungsbeitrag = Verkaufspreis (netto) minus Wareneinsatz. Für ein Gericht mit 15 Euro Verkaufspreis und 4 Euro Wareneinsatz beträgt der DB 11 Euro.

Was ist ein guter Deckungsbeitrag in der Gastronomie?

Als Faustregel: Der Deckungsbeitrag sollte mindestens 60–70 % des Verkaufspreises betragen (Wareneinsatzquote 30–40 %).

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